Mehr Grün, mehr Platz, mehr Leben – Umgestaltung kleiner Marktplatz startet

Eine Gruppe von Menschen, die für ein Foto posiert

So wie viele andere Kleinstädte steht auch Stockerau vor der Herausforderung, den innenstädtischen Raum nachhaltig zu entwickeln und durch innovative Konzepte zu revitalisieren. Die integrierte Quartiersentwicklung wird dabei als ein wesentliches Instrument der nachhaltigen Stadtentwicklung definiert. Ein abgegrenztes Gebiet, ein sogenanntes "Grätzel" (= Quartier) wird festgelegt, innerhalb dieses Grätzels wird mit einem Bürgerbeteiligungsprozess Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität im Grätzels entwickelt.

Stockerau geht bei der Weiterentwicklung der Innenstadt seit rund eineinhalb Jahren diesen neuen Weg. Mit dem im Jahr 2025 gestarteten Prozess soll das Stadtzentrum langfristig belebt, attraktiver und zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität werden.

Im Mittelpunkt steht dabei das Quartier „Rennerplatz – Scharfes Eck“, inzwischen mit dem Name als „Alte Stadt“ bekannt. Entstanden ist die Idee aus dem LEADER-Projekt „Leerstandsarbeit im Weinviertel“. In sieben Workshops arbeiteten die direkt Betroffenen des Grätzls. Bewohnerinnen und Bewohner, Geschäftsleute, Hauseigentümer, Gastronomie, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie weitere Akteure haben mit viel Engagement ihre Ideen und Anliegen in diesem Bürgerbeteiligungsprozess erarbeitet. Ziel war es, konkrete Maßnahmen direkt aus dem Quartier heraus zu entwickeln und Schritt für Schritt umzusetzen. So soll die Identifikation mit dem „Grätzel“, die Aufenthaltsqualität und die Frequenz im Zentrum nachhaltig gesteigert werden. Zusätzlich wurde ein Verein der Beteiligten im Grätzel gegründet, dieser Verein wird den Raum zukünftig mit Veranstaltungen und Events bespielen.

Der erste Bauabschnitt  kommt nun zur  Umsetzung: Die Umgestaltung des sog. „Kleinen Marktplatzes“. Dieser soll künftig grüner, barrierefreier und einladender werden. Der Künstler Peter Sandbichler wurde von der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich mit dem Entwurf beauftragt. Das Projekt wird von der Stadtgemeinde Stockerau im Rahmen Multifondsförderung umgesetzt, da eine Veränderung auch Geld bedeutet.  Eine LEADER-Förderung, eine Förderung der Abteilung Kunst & Kultur des Landes NÖ, der Dorf- & Stadterneuerung, NAFES und Natur im Garten unterstützen das Projekt. Der bestehende Brunnen wird durch ein begrüntes Rankgerüst ersetzt. Dieses schafft freie Wege, natürliche Beschattung und mehr Aufenthaltsqualität. Zusätzlich wird das Fahrbahnniveau der Hauptstraße B3 an den Platz angepasst und so die Verbindung zur Kirchen- und Mühlgasse Richtung Bahnhof verbessert. Und den Platz vergrößern.

Abgeordneter zum NÖ Landtag Christian Gepp zeigt sich davon beeindruckt: „Stockerau beweist den Mut, bei der Innenstadtentwicklung neue, innovative Wege zu gehen. Dieses in Niederösterreich einzigartige Projekt zeigt, wie wichtig es ist, mit Weitsicht auf die innerstädtischen Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren und auch konkret umzusetzen.“ Bürgermeisterin Andrea Völkl ergänzt: „Ich bin beeindruckt, welche Kraft aus diesem Bürgerbeteiligungsprozess entstanden ist – denn nur gemeinsam lässt sich so ein Projekt umsetzen. Gleichzeitig danke ich auch den Fördergebern, die in dieses neue Projekt investieren!“

Die Fertigstellung der Umgestaltung des kleinen Marktplatzes ist für Ende November dieses Jahres geplant, ein Eröffnungsfest wird seitens des neuen Vereins organisiert.

Teilnehmer beim Spatenstich waren unter anderen LA-NÖ Christian Gepp, Bürgermeisterin Mag.(FH) Andrea Völkl, Bezirkshauptmann Mag. Andreas Strobl, 2. Vizebürgermeister Heinz Scheele, Stadtrat Gregor Hetzendorfer (Wirtschaft), Stadtrat DI Dietmar Pfeiler (Verkehr), Mag. Katrina Petter (Land NÖ, Kulturabteilung), Peter Sandbichler (Künstler), Dr. Christian Moser und Mag. Anna Schrittwieser (Beide WKO-NÖ) sowie Bürgermeister Thomas Speigner (Regionssprecher LEADER-Region).

21.09.2026